(03.03.2010 - 18:39 Uhr)Mond als Wasserspeicher entdeckt
Eine indische Mondsonde hat auf dem Mond eine sehr wertvolle Entdeckung gemacht: Eis! Am Nordpol des Mondes wurden mehrere Millionen Tonnen Eis gefunden. Wissenschaftler erkennen das als wichtigen Aspekt für zukünftige Raumfahrten.
Der Nordpol des Mondes ist ein Ort, den die Sonnenstrahlen niemals erreichen. Mehr als 40 der dort befindlichen Krater beherbergen insgesamt mindestens 600 Millionen Tonnen eines Stoffes, der die Eigenschaften von irdischem Wassereis aufweist. Vor einiger Zeit hatte bereits eine Sonde der NASA den Südpol als Eisbunker entdeckt und eine "Wasserkarte" wies auf dem gesamten Mond Wasserspuren nach. Messungen ergaben, dass überall Wasser entstehe, sich ausbreite, sich am Grund der Krater sammle und dort gefriere.
Wie soll Wasser auf dem Mond entstehen?
Forscher vermuten, dass der Sonnenwin, ein geladener Teilchenstrom, den die Sonne in den Weltraum abgibt, dafür verantwortlich ist. Die Protonen (Wasserstoffteilchen) treffen mit sehr hoher Geschwindigkeit auf die Mondoberfläche und verbinden sich dadurch mit den Sauerstoffteilchen, die sich in den Mondgesteinen befinden, zu Wasser.
"Die neuen Entdeckungen zeigen den Mond als interessanteres und attraktiveres Ziel für Wissenschaft und Raumfahrt als bislang gedacht"
(Paul Spudis, Wissenschaftler des Mond- und Planeteninstituts in Houste)